Tagebuch eines ungelesenen Buches

12. Eintrag, 19. Februar 2013 (Bildquelle © virtua73/Fotolia)

 

„Time is running“, hat mein alter Englischlehrer immer gesagt. Dieser Satz hat mich mein ganzens, bisheriges Leben begleitet. Und noch ein weiterer…

…seiner Sätze, ein literarisches Zitat, höre ich, als käme es gerade erst aus seinem Mund: „My time will come, my only thought is of revenge.“ Könnte Shakespeare gewesen sein. Hamlet? Macbeth? Ich weiß es nicht. (Kann es mir jemand sagen?)

Was ich sagen will: Die Sätze haben scheinbar nichts miteinander zu tun. Doch denke ich an mein erstes Buch, das bald kommen wird, sage ich mir: Das wird aber auch höchste Zeit. Mit Jahrgang 58 gehörst du nicht mehr wirklich zu den Jungautoren. Time ist running, boy. Die Zeit läuft. Den anderen Satz (das vermeintliche Shakespeare-Zitat) nehme ich für mich ebenso in Anspruch; jedenfalls den ersten Teil: My time will come. Dazu kommt: Dieser Satz steht für mich in Zusammenhang mit dem Time-is-running-Satz, der mir etwas über »Ungeduld« sagt. My time will come dagegen sagt: Ausdauer, Durchhalten, Geduld haben. Beide Sätze sagen etwas über die Zeit und beide sagen etwas über mich.