Tagebuch eines ungelesenen Buches

3. Eintrag, 25. Januar 2013 (Bildquelle © virtua73/Fotolia)

 

Ich habe ein Buch gar nicht schreiben wollen. Ich habe nur schreiben wollen. Ich saß auf dem Land fest wie ein Boot auf einem Riff. Ich kam nicht weiter…

…mit meinem Lebensplan. Ich wollte mir den Frust von der Seele schreiben. Das war vor etwa zwei Jahren. Wir waren wenige Monate zuvor Landbewohner geworden. Stadtbewohner, die sich auf dem Land versuchen wollten. Unser Experiment stand unter keinem guten Stern. Ich musste schreiben, um damit klar zu kommen. Ich habe mich an allem abgearbeitet, was mir in die Quere kam. Ich habe das Thema Landleben literarisch beackert. Ich schrieb lauter Einzelstücke. Herausgekommen ist ein ganzes Buch.