Tagebuch eines ungelesenen Buches

8. Eintrag, 06. Februar 2013 (Bildquelle © virtua73/Fotolia)

 

Langsam werde ich nervös. Weniger wegen des herannahenden Termins, an dem mein Bucherstling erscheinen soll, sondern mehr wegen…

…der Kosten, die ich bisher für und rund um mein Buch ausgegeben habe. Du musst es als Investition sehen, sage ich mir mit ruhiger Stimme. Apropos Stimme: Wir reden über eine Summe im mittleren vierstelligen Bereich. Das hat man davon, wenn man seinen Aufritt professionell vorbereitet, statt von der Stange vom Buchdesigner gestalten lässt, einen Schriftsetzer beauftragt, eine Lektorin, einen Berufsfotografen, einen Spezialisten für Buchtrailer, eine Druckerei, die ihr Handwerk versteht, einen Verlag, der das Buch in die Verkaufskanäle des stationären Buchhandels katapultiert sowie einen E-Commerce-Partner, der sich um alles kümmert, was das Thema E-Book und den Vertrieb in diversen Onlineshops betrifft.

In den nächsten Tagen erwarte ich eine Rückmeldung von einem PR-Mann, der mir – natürlich auch gegen Bezahlung – helfen soll, mich zu einer medienrelevanten Person zu machen. Er kann ja die Story folgendermaßen aufziehen. Tenor: Wie der Autor Holger S. aus K. am Niederrhein, der sein erstes Buch herausbringen wollte, fast daran pleite gegangen wäre. – Oh, doch, ich liebe Bücher!