Selfpromotion für Selfpublisher, 1.Teil

Selfpublishing – schön und gut. Aber wer als Autor keine Werbung für sein selbstverlegtes Buch macht, wird wohl ein unbeschriebenes Blatt bleiben – und leer ausgehen (Bildquelle © arturaliev/Fotolia)
 

Alles kann man selber machen: Buch schreiben, Buch produzieren, Buch veröffentlichen. Und dann das noch: Steht das Buch endlich gedruckt im Buchregal des Handels oder im Internet, da auch als E-Book, dann geht das Selbermachen immer noch munter weiter und der selbstpublizierende Autor muss erkennen,…

…dass er als Selfpublisher wirklich alles selber machen muss. Selfpublishing heißt eben auch Selfpromoting. Dessen sollte sich der Autor-Verleger bewusst sein, bevor er sich ans Selfpublishing macht.

Warum fange ich am Ende an? Weil dieses Ende ein Anfang sein muss. An diesem Punkt muss es richtig losgehen. Dieser Punkt muss ein Doppelpunkt sein. Von welchem Ende ist die Rede? Es ist das Ende des Entstehungsprozesses. Das Buch ist geschrieben, gestaltet, gedruckt oder digitalisiert, schließlich in der Welt. Schön – aber auch schrecklich. Schön, weil es vollbracht ist. Schrecklich, weil kein Mensch weiß davon. Die Welt da draußen ist ahnungslos. Und wer jetzt für sich und sein Buch nicht laut trommelt, der bleibt ungelesen. Und auch wenn das Bild nicht ganz stimmig ist: Die Sache ist ähnlich vertrackt wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten: Da ist zum einen der Autor – unbekannt. Zum anderen sein Erstling – unbekannt. Wer als Selfpublisher jetzt damit rechnet, dass sich sein Buch wie warme Semmeln verkauft, der zählt gewiss zu jenen Selfpublishern, die auch glauben, dass es von der Veröffentlichung zum Bestseller nur ein ganz kleiner Schritt ist. Heute noch unbeschriebenes Blatt – morgen schon Auflagenmillionär.

Veröffentlicht, aber keine Öffentlichkeit

Ich fange noch aus einem anderen Grunde mit dem Ende an. Der Grund ist der: Es gibt inzwischen zahlreiche Dienstleiser, die das Produzieren und Publizieren von Büchern übernehmen. Das Feld der Book-on-Demand oder Publish-on-Demand sowie das der E-Book-Ersteller und E-Book-Communities ist gut bestellt. Der Newcomer-Autor hat die Wahl: print oder digital, alles scheint genial. Wer zum Beispiel auf E-Book setzt und sich mit den Angeboten von Amazon, epubli, neobooks, bookrix, triboox, bookdesigns, tredition und Co. näher beschäftigt, der muss feststellen, dass die Services für Autoren abrupt mit der Platzierung in diversen virtuellen Vertriebskanälen endet. Er muss sich fragen, warum ab diesem Punkt keiner jener Dienstleister irgendwelchen Kommunikationssupport leistet. Warum dieser Punkt kein Doppelpunkt ist. Marketing, Werbung, PR, Promotion oder wie man es auch immer nennen will, findet in der schönen, neuen E-Book-Welt dieser Dienstlsieter quasi nicht – und wenn, dann nur ganz minimal. Das minimale Angebot, die sogenannten „Tipps für Dein Buchmarketing“, haben in meinen Augen lediglich Alibifunktion. Nach dem Motto: Wir haben Dir ja gesagt, dass Du für Deine Buchwerbung selbst zuständig bist. Wenn Du keine Werbung für Dein Buch machst, wirst Du wohl kaum mehr als eine Handvoll davon verkaufen. Und daran bist Du dann ganz alleine Schuld.

Fazit: Das Buch steht im Regal für elektronische Bücher. Ohne Öffentlichkeitsarbeit bliebe es da auch stehen. Das wäre wirklich das Ende.

Hier endet der erste Teil über das Ende, das ein Anfang sein muss. Fortsetzung folgt…