Selfpromotion für Selfpublisher, 3. Teil

Jetzt bist Du dran! Was wie eine Drohung klingt, ist als Aufforderung gemeint. Im ersten und zweiten Teil „Selfpromotion für Selfpublisher“ habe ich deutlich gemacht, dass der Selfpublisher…

…sein Glück und wirklich alles selbst in die Hand nehmen muss und, dass es mit dem Buchschreiben noch lange nicht getan ist. Ist das Buch geschrieben und gedruckt, muss der Selfpublisher dafür die Werbetrommel rühren. Stichwort: Buchmarketing. Angenommen, sein Buch hat es bis ins Regal des stationären Buchhandels geschafft und ist auch als E-Book in so ziemlich jedem Online-Shop des Buchhandels abzugreifen. Auf keinen Fall, darf der Autorverleger jetzt den Griffel fallen lassen und das Buch seinem Schicksal überlassen. Aktionismus ist aber auch fehl am Platze. Der unerfahrene Selfpublisher neigt mangels Erfahrung im Umgang mit Marketing und Werbung zu Fehleinschätzungen und unter Umständen zu Fehlern, die ihn teuer zu stehen kommen können.

Der Königsweg: Wirkung plus Wirtschaftlichkeit

Marketing und Werbung: Klärung und Abgrenzung der Begriffe (siehe auch dazu „Selfpublishing für Selfpublisher, 2. Teil, vom 24.12.2012) sind mir wichtig, damit der Selfpublisher begreift, was er tun kann. Und vor allem wie viel er tun kann, da er mit begrenzten finanziellen Mitteln ausgestattet ist. Gerade der Selfpublisher muss wissen, wie er sein Geld und seine Arbeitskraft effizient einsetzt. Klassische Werbung, wie die großen Verlage sie für (einige wenige) ihrer Bücher machen, kommt für ihn daher nicht in Frage. Doch der Selfpublisher wäre nicht Selfpublisher, würde er an dieser Stelle aufgeben. Stattdessen sagt er sich: Wenn es klassische Kommunikationswege gibt, muss es doch auch weniger klassische, unkonventionelle geben. Recht hat er. Nicht alles, was sich Werbung schimpft, muss auch teuer sein. Auch mit weniger finanziellen Mitteln kann man die Strategie »Wirkung plus Wirtschaftlichkeit« in Taten umsetzen.

Nehmen wir weiter an, dass unser Selfpublisher nicht zu der Gruppe jener Selfpublisher gehört, die glauben, dass nach Buchveröffentlichung alles von selbst passiert und sich ihre Bücher wie geschnitten Brot verkaufen. Unser Selfpublisher hat verstanden, dass er nun Öffentlichkeitsarbeit für sich und sein Buch machen muss. Er will sein Buch ins Gespräch und damit an die Leserin und den Leser bringen. Er setzt  auf Promotion. Promotion ist nicht nur einfach ein anderer Begriff für Kommunikation. Der Begriff Promotion steht auch für eine besondere Form der Kommunikation. Promotion zählt zur Kategorie der nicht-klassischen Kommunikationsformen. Fachleute sprechen von Salespromotion, Verkaufsförderung, von Aktionen oder Below-the-Line-Maßnahmen, wenn sie jene Maßnahmen meinen, die den Verkauf eines Produktes ankurbeln, in kurzer Zeit dessen Bekanntheit steigern oder rasch für viele Kundenkontakte sorgen. Relativ niedrige Kosten, schnelle Umsetzbarkeit sowie geringe Streuverluste sprechen für Promotion-Maßnahmen.

Unser Selfpublisher zieht für sich sowohl Online- als auch Offline-Promotionmaßnamen in Betracht, wobei für ihn aus Kostengründen die Online-Aktivitäten Vorrang haben. Er prüft aber auch, inwieweit, einzelne Maßnahmen (online/offline) inhaltlich sinnvoll vernetzt werden können. Zunächst schreibt er auf, welche Möglichkeiten er hat, sich und sein Buch zu promoten. Sehr bald stellt er fest, dass ihm umfangreiche Promotion-Instrumentarien und -medien zur Verfügung stehen.

Fazit: Unser Selfpublisher setzt auf Promotion. Er verschafft sich einen Überblick, welche Möglichkeiten er nutzen kann. Er hat die Qual der Wahl. Sein Entscheidungskriterium? Er stellt sich bei allen Maßnahmen die Frage: Wie kann ich eine maximale Anzahl an Lesern erreichen, wie kann ich meine Kosten gleichzeitig möglichst niedrig halten?

Hier endet der dritte Teil über das Ende, das ein Anfang sein muss. Fortsetzung folgt…